GGL setzt auf mehr Flexibilität bei der Regulierung des Online-Glücksspiels
Paul Schwarz · Sep 25, 2026

GGL setzt auf mehr Flexibilität bei der Regulierung des Online-Glücksspiels

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat nach fünf Jahren ihres Bestehens eine Anpassung der bestehenden Regelungen angemahnt, damit die Aufsicht mit den schnellen Entwicklungen bei Technologie, Online-Angeboten und illegalen Aktivitäten Schritt halten kann; die Behörde überwacht derzeit 129 lizenzierte Betreiber mit insgesamt 229 Websites und hat ihre Durchsetzungsmaßnahmen deutlich verstärkt.
Entwicklung der Aufsichtsmaßnahmen seit Gründung
Seit der Einrichtung der GGL im Jahr 2021 haben sich die Verfahren zur Untersagung illegaler Angebote von 68 Fällen im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 erhöht, während bis Ende 2025 insgesamt 1843 illegale Websites unzugänglich gemacht wurden; diese Zahlen zeigen, wie die Behörde ihre Kapazitäten kontinuierlich ausgebaut hat, um den Markt besser zu kontrollieren und gleichzeitig den legalen Sektor zu stärken.
Marktanteil regulierter Angebote
Angaben der Behörde zufolge entfielen im Jahr 2024 etwa 77 Prozent des deutschen Online-Glücksspielmarkts auf regulierte Angebote, was die Wirksamkeit der bestehenden Lizenzvergabe unterstreicht, doch die GGL sieht zugleich Handlungsbedarf bei der Anpassungsfähigkeit der Vorschriften an neue technische Entwicklungen und veränderte Nutzerverhalten.
Im September 2026 hat die Behörde ihre Forderung nach größerer Flexibilität erneut bekräftigt, da starre Regelungen den Herausforderungen durch illegale Plattformen und innovative Angebotsformen nicht mehr ausreichend gerecht werden; Beobachter verweisen darauf, dass eine dynamischere Regulierung notwendig ist, um den Schutz der Spieler und die Integrität des Marktes langfristig sicherzustellen.

Auswirkungen auf lizenzierte Betreiber und illegale Angebote
Die 129 lizenzierten Betreiber, die unter der Aufsicht der GGL stehen, müssen sich an strenge Vorgaben halten, während die Behörde parallel Verfahren gegen nicht lizenzierte Anbieter vorantreibt; die gestiegene Zahl von 287 Untersagungsverfahren im Jahr 2025 verdeutlicht, dass die Durchsetzung intensiviert wurde, um illegale Aktivitäten einzudämmen und den Anteil regulierter Angebote weiter auszubauen.
Experten, die sich mit der Umsetzung des Glücksspielstaatsvertrags befassen, stellen fest, dass die aktuelle Marktabdeckung von rund 77 Prozent im Jahr 2024 eine solide Basis bildet, doch ohne flexiblere Anpassungen könnten neue technologische Entwicklungen und veränderte Konsummuster die Wirksamkeit der Regulierung beeinträchtigen; die GGL hat daher vorgeschlagen, bestehende Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sie schneller auf Veränderungen reagieren können.
Statistische Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen
Die von der Behörde veröffentlichten Statistiken zeigen einen klaren Anstieg bei der Blockade illegaler Websites auf 1843 Fälle bis Ende 2025, während die Anzahl der Verfahren von 68 auf 287 gestiegen ist; diese Entwicklung unterstreicht den Bedarf an einer Regulierung, die sowohl präventiv als auch reaktiv agieren kann, ohne dabei die rechtlichen Grundlagen unnötig zu verkomplizieren.
Die GGL betont, dass eine größere Flexibilität es ermöglichen würde, auf neue Formen des illegalen Angebots schneller zu reagieren und gleichzeitig die 229 überwachten Websites der lizenzierten Betreiber effektiver zu schützen; Beobachter der Branche weisen darauf hin, dass solche Anpassungen auch die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern stärken könnten, um einheitliche Standards durchzusetzen.
Schlussfolgerung
Nach fünf Jahren Tätigkeit sieht die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in einer flexibleren Regulierung einen zentralen Schritt, um den Herausforderungen des Online-Glücksspiels gerecht zu werden; die aktuellen Zahlen zu lizenzierten Anbietern, Durchsetzungsmaßnahmen und Marktanteilen bilden die Grundlage für weitere Entwicklungen, die auf eine nachhaltige Kontrolle des Sektors abzielen.